Bewirtschaftungskosten (BWK)

Beim Ertragswertverfahren, welches insbesondere dann zur Anwendung kommt, wenn es sich bei der zu bewertenden Immobilie um eine Immobilie handelt, bei dem die Renditeerwartung des Eigentümers im Vordergrund steht (z. B. Mehrfamilienhaus), müssen die nicht auf den Mieter umlegbaren Bewirtschaftungskosten von den Erträgen (Mieteinnahmen) abgezogen werden. Dahinter steckt die Überlegung, dass diese Kosten die Rendite schmälern und somit auch zu einem geringeren Wert der Immobilie führen, denn bis zum Ablauf der Restnutzungsdauer der Immobilie werden weniger Erträge generiert. 

Der Sachverständige hat dabei nach den Regelungen der Ertragswertrichtlinie (EW-RL 2015) und unter strigenter Beachtung des Grundsatzes der Modellkonformität die Bewirtschaftungskosten anzusetzen, die der zuständige Gutachterausschuss für Grundstückswerte bei der statistischen Ableitung des Liegenschaftszinssatzes zur Anwendung gebracht hat. 

Dieses können entweder die alle drei Jahre an die allgemeine Wertentwicklung anzupassenden Bewirtschaftungskosten der II. Berechnungsverordung oder die jährlich anzupassenden Sätze der EW-RL 2015 sein. 

BWK II. BVBewirtschaftungskosten gem. II. Berechnungsverordnung












BWK nach EW-RLBewirtschaftungskosten gemäß Ertragswertrichtlinie











Alle Angaben ohne Gewähr. 

 
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