Baulasten

Baulasten stellen eine Sonderform der Rechte und Lasten bei der Immobilienbewertung dar. Was eine Baulast ist, wird in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer definiert. Sie stellen die Verpflichtung eines Grundstückeigentümers gegenüber der Baubehörde dar. Der Grundstückseigentümer verpflichtet sich damit gegenüber der Baubehörde, etwas zu Dulden, etwas zu Tun oder etwas zu unterlassen.

Baulasten stellen deshalb eine Sonderform der Rechte und Lasten dar, da sie eigentlich zu den nicht in das Grundbuch eintragungsfähigen Rechten und Lasten gehören. Sie werden in der Regel beim Bauamt in einem separaten Baulastenverzeichnis geführt. Davon gibt es jedoch Ausnahmen. In Bayern und Teilen Baden-Württembergs werden keine Baulastenverzeichnisse geführt. Hier werden die Baulasten i. d. R. (obwohl sie eigentlich nicht eintragungsfähig sind) doch in Abteilung II des Grundbuches eingetragen. Auch in Brandenburg gibt es eine Besonderheit. Hier wurden ebenfalls zwischen dem 01.06.1994 und dem 30.06.2016 keine Baulastenverzeichnisse bei den Bauämtern geführt, sondern die Baulasten ebenfalls ins Grundbuch eingetragen. Vom 01.08.1990 bis zum 30.05.1994 sowie wieder ab dem 01.07.2016 wurden / werden jedoch auch in Brandenburg bei den Baubehörden die Baulastenverzeichnisse geführt.


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